Bei einem Brand entstehen oft ätzende Brandgase, die für Menschen und Geräte gefährlich sind. Halogenhaltige Materialien (wie PVC) setzen z. B. Chlorwasserstoff (HCl) frei, der mit Feuchtigkeit zu Salzsäure reagiert – reizt Atemwege und greift Metalle an. Die korrosiven Rückstände verursachen Kurzschlüsse und massive Folgeschäden, oft größer als der reine Feuerschaden.
Detektion und Schutzmaßnahmen: Brandmeldeanlagen erkennen über Rauchmelder früh; toxische Gase können mit speziellen Gasmeldern überwacht werden. Präventiv halogenfreie LSZH‑Materialien einsetzen, Rauchabschnitte/RWA vorsehen. Nach Brand: gründliche Reinigung, da Korrosion fortschreiten kann. Normen: IEC 60754 (Kabelbrandgase), DIN EN 54 (Brandmelder).
Sicherheitsbezug: Ätzende Brandgase erhöhen Gesundheitsgefahr und Sachschaden, daher Materialwahl und schnelle Detektion entscheidend (z. B. Ansaugrauchmelder). Versicherer bewerten Rauchfolgeschäden hoch; halogenfreie Ausführung reduziert Risiko deutlich.